Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Stehen Sie auf und ſeien Sie ohne Furcht. Ich komme nur hierher, um Sie zu retten.

Herr Gérard ſchaute mit einer ſcheuen Miene empor. Seine Phyſiognomie bot eine ſeltſame Mi⸗ ſchung von Hoffnung und Angſt.

Mich retten? rief er.

Sie retten... Es ſetzt Sie in Erſtaunen, nicht wahr? ſagte Herr Jackal,daß man ſich damit be⸗ ſchäftigt, einen ſo elenden Menſchen, wie Sie, zu retten? Ich will Sie beruhigen, Herr Gérard. Man rettet Sie nur, um einen ehrlichen Mann ins Ver⸗ derben zu ſtürzen; man bedarf nicht Ihres Lebens, ſondern ſeines Todes, und man kann ihn nur tödten, indem man Sie leben läßt!

Ah! murmelte Herr Gérard;ja, ja, ich glaube Sie zu verſtehen.

Dann trachten Sie danach, daß Ihre Zähne nicht klappern, was Sie am Sprechen verhindert, und erzählen Sie mir die Geſchichte in ihren kleinſten Einzelheiten.

Warum dies? fragte Herr Gérard.

Ich könnte Ihnen nicht ſagen, warum, doch Sie würden zu lügen ſuchen. Nun wohl, um die Spuren davon verſchwinden zu machen.

Die Spuren!.. es ſind alſo Spuren vorhan⸗ den? fragte Herr Gérard, ſeine kleinen Augen über⸗ mäßig aufſperrend.

Ich glaube wohl, daß vorhanden ſind! Aber welche?* Gut! welche!.. Vor Allem Ihre Nichte... Meine Nichte? ſie iſt alſo nicht todt?