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Zweifel, herrſchte einen Augenblick der Zweifel im Geiſte von Herrn Gérard, vor dieſer wohlwollenden Miene verſchwand.
„Ah!“ ſagte Herr Gérard beſcheiden die Augen niederſchlagend,„in dieſem Falle ſcheint mir, Herr Commandeur...“
„Vollenden Sie.“
„Nun wohl,“ fuhr Herr Gérard fort, ſeine Worte ſondirend, als befürchtete er mehr zu ſagen, als er wollte, und beſonders mehr, als ein Edelmann wie der Commandeur Triptoleme von Melun hören konnte,„mir ſcheint... das... Kreuz.. der.. Ehrenlegion...“
„Das Kreuz der Ehrenlegion? Aber ſagen Sie es doch geſchwinde, Herr Gérard!... Was Teu⸗ fels hält Sie zurück? Das Kreuz der Ehrenlegion!“
„Ei! das wäre der Gegenſtand meiner glühend⸗ ſten Wünſche.“
„Wiſſen Sie, daß ich Sie übermäßig beſcheiden finde, Herr Gérard!“
„Ah! mein Herr!“
„Allerdings! was iſt ein Stückchen rothes Band am Knopfloche eines Mannes von Ihrem Schlage? Nun, mein lieber Herr Gérard, Sie haben ganz ein⸗ fach für einen Andern die Belohnung bezeichnet, die Seine Majeſtät für Sie gewählt hatte.“
„Iſt es möglich?“ rief Herr Gérard, deſſen Ge⸗ ſicht ſich mit Blut unterlief, als wäre er auf dem Punkte geweſen, vom Schlage gerührt zu werden.
„Ja, mein Herr,“ fuhr der Commandeur fort, „Seine Majeſtät bietet Ihnen das Kreuz der Ehren⸗ legion an, und ſie hat mich beauftragt, nicht nur es


