108
Gewogenheit haben, ſowie auf die wahrhaft väterliche Sorge, mit der mich Seine Majeſtät in dieſem Augen⸗ blicke umgibt, daß mein Kopf in Verwirrung geräth, und ich durchaus nichts Ihnen zu ſagen finde, um Ihnen meine Dankbarkeit auszudrücken.“
„Die Dankbarkeit iſt ganz auf unſerer Seite, Herr Gérard,“ erwiederte der Commandeur,„und ich müßte mich ſehr täuſchen, ſollte Ihnen Seine Majeſtät nicht mündlich den Beweis hievon geben.“
Der Commandeur wartete geduldig, bis er ſeine normale Stellung wieder angenommen hatte, und ſagte ſodann:
„Herr Gérard, gäbe ihnen der König auf die eine oder die andere Art den Auftrag, einen Mann von Ihrem Verdienſte zu belohnen, welche Art von Belohnung würden Sie ihm zuerkennen? Antworten Sie offenherzig.“
„Ich geſtehe, Herr Commandeur,“ erwiederte Herr Gérard, mit den Augen das Band verſchlingend, welches das Knopfloch des Kammerherrn ſchmückte, „ich geſtehe, die Wahl würde mich in große Verlegen⸗ heit bringen.“
„Handelte es ſich um Sie, dann begriffe ich es.. doch nehmen Sie an, es handle ſich um einen ganz Andern, um einen redlichen Mann, wie Sie, zum Beiſpiel,— wenn ſich Ihres Gleichen unter dem Himmelszelte finden läßt!“
Der Commandeur ſprach dieſe Worte mit einem Ausdrucke von Ironie, der Herrn Gérard beben machte; der würdige Philanthrop befragte mit den Augen das Geſicht des Kammerherrn; doch dieſes Geſicht drückte ein ſolches Wohlwollen aus, daß der


