Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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mich hinter den Falten ihrer Kleider verbergen, um Dich ſchlafen zu ſehen. Sei ruhig, im ſchönen Lande der Träume, in welchem Du reiſeſt: ich werde Dich nur durch den weißen Schleier Deiner Unſchuld an⸗ ſchauen, und meine Stimme wird nie den goldenen Schlaf Deines Herzens ſtören!

Ludovic war ſo weit bei dieſem inneren Concerte, das wir Alle mehr oder minder harmoniſch in uns oder um uns gehört haben, da ſchlug Roſe⸗de⸗Noöl die Augen auf und ſchaute ihn an.

Die Röthe ſtieg Ludovic zur Stirne, als wäre er bei einer ſchlechten Handlung ertappt worden.

Er fühlte die Nothwendigkeit, das Mädchen an⸗ zureden, und dennoch zögerte ſeine Zunge.

Haben Sie gut geſchlafen, Roſe? fragte er.

Sie! wiederholte das Kind.Sie ſagen Sie zu mir, Herr Ludovic?

Ludovie ſchlug die Augen nieder.

Warum ſagen Sie Sie zu mir? fuhr das Kind fort, das in ſeiner Niedrigkeit daran gewöhnt war, daß es Jedermann duzte.

Alsdann fügte Roſe⸗de⸗Noöl wie ſich befragend bei:

Bin ich in meinem Schlafe unartig geweſen?

Sie, liebes Kind? rief Ludovic, deſſen Augen ſich mit Thränen füllten.

Sie. abermals! wiederholte Roſe⸗de⸗Nosl. Warum duzen Sie mich denn nicht mehr, Herr Ludovic?

Ludovie ſchaute ſie an, ohne ihr zu antworten.

Mir ſcheint, man iſt gegen mich aufgebracht, wenn man mich nicht mehr duzt, fügte Roſe⸗de⸗Noél bei.Sind Sie mir böſe?