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der Zufriedenheit, wachte darüber, daß er die Thüre ſorgfältig ſchloß, und ſagte, als er in der Rue d'Ulm war:
„Wiſſen Sie, Gibaſſier, daß ſie da eine köſtliche Hündin haben, ein wahrhaft ſeltenes Thier!“
„Es iſt mit den Hunden wie mit den Kindern,“ erwiederte Gibaſſier ſententiös:„nimmt man ſich ihrer frühzeitig an, ſo kann man aus den einen wie aus den andern durchaus Alles machen, was man will, das heißt, ſie nach Belieben zu guten oder ſchlimmen, zu frommen oder ruchloſen, zu blödſinni gen oder zu verſtändigen Subjecten bilden; es han⸗ delt ſich nur darum, ſich Zeit dazu zu gönnen; prä⸗ gen Sie ihnen nicht von ihrer frühen Kindheit an die ſtrengſten Grundſätze ein, ſo werden Sie nichts von Bedeutung aus ihnen machen; mit drei Jahren iſt ein Hund unverbeſſerlich, wie ein Knabe mit fünf⸗ zehn; denn Sie wiſſen, Excellenz, die Fähigkeiten beim Menſchen, der Inſtinkt bei den Thieren ent⸗ wickeln ſich nach Maßgabe der Länge des Daſeins.“
„Ich weiß das, ja, Gibaſſier; doch die bekann⸗ teſten Wahrheiten nehmen, wenn ſie durch Ihren Mund kommen, ein höchſt ergötzliches Anſehen von Neuheit an, Gibaſſier!“
Gibaſſier neigte beſcheiden den Kopf.
„Ich habe meine erſten Studien im Seminar gemacht, Excellenz,“ ſagte er,„und ich habe ſie unter den Blicken der geſchickteſten Theologen vollendet, denn ich verfolgte ſie alle Tage; doch, ich muß es ſagen, was ich ganz beſonders ſtudirt habe, Excellenz, iſt die Art, die Jugend zu unterrichten, zu bilden oder zu vetbilden. Oh! es ſind in dieſer Hinſicht Dumas, Saſvator. UI. 6


