Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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immer bereit, ſich beim geringſten Winde zu beugen, aber ſchon in Blüthe.

Sie grüßte den Herrn von Montrouge, ſchaute ihn mit ihren großen Augen erſtaunt an, und ſprach:

Nun, mein Herr, ſagen Sie mir, was Sie mir zu ſagen haben.

Mein Kind, erwiederte der Herr mit ſeinem ſanfteſten Tone,ich bin von Perſonen abgeſandt, die Sie ungemein lieben.

Von der Fee Carita? rief das Kind.

Nein, ich kenne die Fee Carita nicht, erwie⸗ derte lächelnd der Herr.

Von Herrn Petrus?

Auch nicht von Herrn Petrus.

Alſo, fuhr Roſe⸗de⸗Noel fort,alſo muß es von Herrn Salvator ſein!

Ganz richtig, antwortete der Herr von Mont⸗ rouge,von Herrn Salvator.

Ah! mein guter Freund Salvator, rief das kleine Mädchen,er vergißt mich alſo, daß ich ihn wenigſtens vierzehn Tage nicht geſehen habe?

Aus dieſem Grunde komme ich.Mein lieber Herr, ſagte er zu mirſuchen Sie Roſe⸗de⸗Noel auf, beruhigen Sie ſie über meine Geſundheit, und bitten Sie ſie, auf die Fragen, die Sie an ſie machen werden, zu antworten, als ob ſie mir ſelbſt antwor⸗ ten würde.

Alſo, erwiederte Roſe⸗de⸗Noél, ohne ſich beim letzten Theile des Satzes aufzuhalten,Herr Salva⸗ tor iſt alſo wohl?

Sehr wohl!

Wann werde ich ihn ſehen?