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Es waren übrigens dieſelben Perſonen in einem andern Rahmen, außer Roſe⸗de⸗Noöl, welche abwe⸗ ſend, und außer Juſtin, der durch den Herrn von Montrouge erſetzt wurde.
„Sie wiſſen, es koſtet dreißig Sous?“ ſagte die Brocante.
Trotz der Verbeſſerung, welche in ihrem Haus⸗ weſen eingetreten war, hatte ſie ihre Preiſe nicht er⸗ höhen zu müſſen geglaubt.
„Dreißig Sous, gut!“ erwiederte der Herr, wäh⸗ rend er majeſtätiſch eines von jenen Dreißig⸗Sous⸗ Stücken hinwarf, deren Kupfer man durch die Ver⸗ ſilberung ſah, und die ſchon damals in den Zuſtand von Medaillen überzugehen anfingen,„ich kann am Ende wohl dreißig Sous wagen, um zu erfahren, ob ich ins Paradies komme.“
Die Brocante fing an zu ſchneiden und wieder zu ſchneiden, das Spiel zu ſchlagen und wieder zu ſchlagen und in einem Halbkreiſe die Karten auf ihrem Brette auszubreiten.
Man war gerade beim Intereſſanteſten der Wahr⸗ ſagerei und ſchon ſchickte ſich der, vom Kreuzkönig bezeichnete, heilige Petrus an, wie der von der Zau⸗ berin von Endor heraufbeſchworene Schatten von Samuel, die Myſterien der obern Welt zu entſchleiern, als Babylas, der wie immer aufrecht an ſeinem Fenſter ſtand, Caramella erblickte, welche, ihr Ver⸗ ſprechen haltend, allein, leicht, ſchlank, zierlich, fri⸗ ſcher, heiterer, zärtlicher, herausfordernder als je durch die Straße kam.
„Caramella, Caramella, allein!“ rief Babylas. „Ah! Du haſt alſo dein Verſprechen gehalten, an⸗
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Dumas, Salvator. M.


