XXV. Ein Herr, der wiſſen will, ob er ins Paradies kommt.
So gingen die Dinge ſeit bald einem Mongt.
Faſt alle Tage, zur ſelben Stunde, kam Cara⸗ melle vorüber und ſandte mit dem Blicke tauſend Zärtlichkeiten dem glücklichen Babylas zu, der, ganz nun von den Süßigkeiten einer platoniſchen Liebe erfüllt, ſich mit dieſen Blicken begnügte,— zurückge⸗ halten durch den Eindruck, den auf ſein, wir haben es zugeſtanden, ſehr reizbares Nervenſyſtem die Härte der Stimme des Herrn von Caramelle hervorgebracht. Vielleicht hatte Babylas dieſe Geduld auch nur, weil Carmelle, ſei es mit dem Blicke, ſei es mit der Stimme, Babylas zu verſtehen gegeben hatte, früher oder ſpäter werde ſie Gelegenheit finden, zu entwi⸗ ſchen, um auf eine mehr unmittelbare Art ſeine Liebe zu erwiedern.
Es geſchah nun, daß ein paar Wochen nach der Nacht, wo Jean Taureau Herrn von Valgeneuſe beinahe zuerſt erſtickt, ſodann erſchlagen und endlich ertränkt hätte, ungefähr zur Stunde, wo Caramelle
vorüberzukommen pflegte, ein Herr in einem Ueber⸗
rock, à ja propriétaire gekleidet,— obſchon die Tem⸗ peratur dieſe Vorſichtsmaßregel durchaus nicht recht⸗
fertigte,— mit einer Brille auf der Naſe und in der Hand ein ſpaniſches Rohr mit Vermeilknopf haltend, plötzlich in das Laboratorium der Schwarzkunſt der
Rue d'Ulm eintrat.


