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Einer unüberwindlichen Anziehungskraft nach⸗ gebend, war Babylas im Begriffe, ſich zum Fenſter hinauszuſtürzen, als die mit einer harten Stimme ausgeſprochenen Worte hörbar wurden:
„Hier, Caramelle!“
Dieſe Worte waren offenbar die eines Herrn, denn, während ſie einen Seitenblick auf Babylas warf, beeilte ſich Caramelle, zu gehorchen.
Babylas hatte, wie geſagt, ſchon ſeinen Anlauf genommen, um aus dem Fenſter zu ſpringen; doch dieſe Stimme hielt ihn plötzlich auf. War das Ge⸗ fühl, das ihn zurückhielt, die Furcht, Caramelle zu compromittiren? war es der etwas wenig ritterliche Inſtinkt der Selbſterhaltung? Das konnte man nie erfahren.
Gewiß iſt, daß ſich Babylas auf ſeine Hinter⸗ füße ſetzte, mit ſeiner Pfote auf die Randleiſte des Fenſters ſchlug und ausrief:
„Caramelle! Caramelle! welch ein hübſcher Name!“
Und er wiederholte in allen Tonarten:
„Caramelle! Caramelle! Caramelle!“
Vielleicht iſt für unſere Leſer der Name nicht ſo ſchön, als Babylas behauptete; doch er war ſo paſſend ſür den Balg von derjenigen, welche ihn trug, daß Babylas, der die Farbe liebte, auch den Namen lie⸗ ben mußte.
Streng von ſeinem Herrn zurückgerufen, kam Caramelle mit geſenktem Kopfe zu dieſem, nachdem er, wie geſagt, Babylas einen Blick voll tiefer Zärt⸗ lichkeit zugeworfen hatte.
Der Zuſtand, in dem Babylas die zwei Tage und die zwei Nächte vorher zugebracht, war ein ſo


