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es zufällig an dieſem Tage nicht; ſo daß Babylas, als er die Strahlen der Morgenſonne erblickte, wie⸗ der ein wenig von ſeiner natürlichen Heiterkeit an⸗
nahm. Das ſollte in der That ein glücklicher Tag für Babylas ſein:— zur ſelben Stunde, wie zwei Tage
vorher, ſah er die blonde Hündin ſeiner Träume vorübergehen! Es war wohl dieſes ariſtokratiſche Pfötchen, das er wahrgenommen; es war dieſelbe elegante Tournure, derſelbe zugleich ſtolze und ſchüch⸗ terne Gang.
Der Puls von Babylas ſchlug zwanzig Schläge mehr in der Minute; er ſtieß einen Freudenſchrei aus.
Bei dieſem Schrei drehte die junge Hündin den Kopf um, nicht aus Coquetterie, ſondern weil ſie, ſo unſchuldig ſie war, ein zartes Herz beſaß, und in dieſem Schrei zugleich Liebe und Herzensangſt er⸗ kannt hatte.
Sie ſah Babylas wieder, den ſie ſchon ein erſtes Mal aus dem Augenwinkel erſchaut hatte.
Was Babylas betrifft, der ſie nur im Profil ge⸗ ſehen hatte,— es erfaßte ihn, als er ſie von vorn ſah, ein allgemeines Zittern. Babylas war ſehr nervös geblieben; er hatte in ſeiner Jugend den Sanct⸗Veits⸗Tanz gehabt; er wurde, ſagen wir, von einem allgemeinen Zittern erfaßt und fing an, kleine zärtliche, klagende Noten auszuſtoßen, wie ſie die mit dieſem Temperament begabten Perſonen hören laſſen, wenn die Gemüthsbewegung ihre Kräfte überſteigt.
Als es dieſe Unruhe ſah, die es vielleicht theilte, hatte das hübſche Thier eine Bewegung des Mit⸗ leids und machte ein paar Schritte gegen Babylas.
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