Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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gemeine Babylas mitten in der Stube breit machte, und zuweilen die Unverſchämtheit ſo weit trieb, daß er die Tonnen in Augenſchein nahm, um zu ſehen, ob jeder Hund in ſeinem Gefängniſſe ſei.

Dieſe Manöver von Babylas, welche von Tag zu Tage herausfordernder wurden, waren am Ende, wie man wohl begreift, unerträglich für die ganze Hunderepublik, und ſie beſchloß zwei oder dreimal, die Abweſenheit von Brocante zu benützen, um Mei⸗ ſter Babylas eine gute Lection zu geben; doch immer erſchien durch einen von den Glücksfällen, wie ſie nur den Tyrannen oder den Gecken begegnen, gerade in dem Augenblicke, wo die Verſchwörung losbrechen ſollte, die Brocante gleich dem alten Deus ex machina plötzlich mit ihrem Beſen oder ihrer Schulgeißel in der Hand und führte bis zu ihren Riſchen die un⸗ glücklichen Verſchwörer zurück.

Was thun bei dieſer traurigen Conjunctur, und wie ſich der deſpotiſchen Gewalt entziehen, iſt dieſe Gewalt mit einem Beſen und einer Geißel bewaffnet?

Die Bande überlegte. Ein Windhund ſchlug vor, auszuwandern, den heimathlichen Boden zu verlaſſen, das Vaterland zu fliehen, kurz eine gaſt⸗ freundlichere Erde zu ſuchen; ein Bulldogg erbot ſich, Alles unter ſeine Verantwortlichkeit zu nehmen und Babylas zu erwürgen; doch man muß es ſagen, dieſer Hundsmord widerſtrebte dem ganzen Truppe.

Vermeiden wir das Blutvergießen! ſprach ein wegen ſeiner Sitten⸗Milde bekannter Pudel.

Und er wurde unterſtützt durch einen alten ſpa⸗ niſchen Wachtelhund, der immer ſeiner Meinung und