Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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ſterben zu ſehen; ſo ſehr ſagten ihm die anderen Hunde hundert unfreundliche Dinge und ließen ihn tauſend Geheuer erdulden während der feierlichen Stunden der Mahle.

ſicht wahr, liebe Leſer, Sie wiſſen, was der Stolz bei den Menſchen vermag? Gut, ſehen Sie, was er bei den Thieren vermag?

Dieſer ſchwarze Hund, dieſer ſchmutzige Pudel, kurz dieſer Babylas, der— immer aus unſerem Ge⸗ ſichtspunkte,— von einer beleidigenden Häßlichkeit war, bildete ſich, als er ſich geſchmeichelt, geliebkoſt, gehätſchelt, beſonders bedient ſah, am Ende ein, er ſei der ſchönſte, der zierlichſte, der geiſtreichſte, der liebenswürdigſte, der verführeriſchſte der Hunde. Und war einmal dieſer Gedanke in ſeinen Geiſt ein⸗ gedrungen, ſo fing er natürlich, wie es ein Menſch in einer ſolchen Lage gethan hätte, an, ſeines Glei⸗ chen zu verſpotten, ſie ſchamlos zu reizen, indem er den Einen am Schweif zog, den Andern ins Ohr biß, Jeden verhöhnte, ſicher, wie er war, der Straf⸗ loſigkeit, ſich aufblähte, den Kopf hoch trug, das Rad ſchlug, ſich endlich ein ſo gewichtiges Anſehen gab, daß alle ſeine Kameraden vor Verachtung lächelten, vor Mitleiden die Achſeln zuckten, und unter ſich ſagten:

„Welche Anmaßung!“ Ich glaube, liebe Leſer, Sie thun mir die Ehre an, eine Frage an mich zu richten.

„Schön und gut, Herr Romandichter! Ver⸗

dolmetſchen, überſetzen, foltern Sie die Worte und die Geberden der Menſchen; doch wahrhaftig, es iſt

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