Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Ich hatte ein wenig Medicin ſtudirt, und Anatomie in mehreren Hoſpitälern getrieben. Ich kannte die Amphitheaterdiener. Das Ganze war, daß ich mir einen jungen Mann ungefähr von meinem Alter verſchaffte, ihn in mein Bett legte und durch einen Piſtolenſchuß entſtellte; hier bot ſich aber eine ernſte Schwierigkeit: der Todtenarzt bemerkte leicht, der Piſtolenſchuß ſei auf einen Leichnam gefeuert worden. Ich ging nach dem Hotel⸗Dieu; ich hatte dem Amphitheaterdiener einen großen Dienſt geleiſtet, indem ich ſeinen Bruder von der Conſcription frei gemacht; dieſer Menſch hätte ſein Leben für mich ge⸗ geben; der Bruder war Fiacrekutſcher, und er hegte auch eine tiefe Dankbarkeit für mich. Ich ließ den Amphitheaterdiener rufen.

Louis, ſagte ich zu ihm,geſchieht es ſelten, daß man hierher Leute bringt, die ſich er⸗ ſchoſſen haben?

Ei! Herr Conrad, erwiederte er,drei bis vier im Monat, nicht mehr.

Es mag koſten, was es will, hörſt Du wohl, Louis? ich muß den Erſten haben, der hereinkommt.

Es mag koſten, was es will, Sie ſollen ihn haben, Herr, und müßte ich darüber meinen Platz verlieren!

Ich danke Dir, Louis.

Und wo brauchen Sie ihn.

Bei mir, im Faubourg Poiſſonnière 27, im vierten Stocke.

Ich werde mich hierüber mit meinem Bruder verſtändigen.

Ich kann auf Dich zählen, Louis?