Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Ich gab mir acht Tage, um neue Verſuche zu machen, und gelobte mir, wenn ſie ſcheitern, nach Ablauf dieſer acht Tage mit meinem Leben zu enden. Sie ſcheiterten! Der achte Tag brach an.

hatte die Dinge gewiſſenhaft gethan, und meine letzte Hilfsquelle verbraucht. Es blieb mir ein Doppel⸗ Louisd'or; das war nicht einmal genug, um eine Piſtole zu kaufen, die nicht in meinen Händen zer⸗ ſprang; ſodann widerſtrebte es mir, mich mit einer Brackwaffe zu erſchießen..

Zum Glück hatte ich Credit; ich ging zu Lepage; das war mein Lieferant; er hatte mich faſt ſeit einem Jahre nicht geſehen, hielt mich immer noch für einen Mann von zweimalhunderttauſend Livres Rente, und ſtellte ſein ganzes Magazin zu meiner Verfügung. Ich wählte eine vortreffliche Doppelpiſtole mit kur⸗ zen, gezogenen Läufen; es war dabei meine Abſicht, in mein Teſtament zu ſetzen, die Piſtole gehöre Le⸗ page, und ich wünſche, daß man ſie ihm zurückgebe. Während ich beim Waffenſchmied war, lud ich meine

Piſtole... zwei Kugeln in jeden Lauf, das war mehr als genügend! Im Augenblicke dieſer Opera

tion, auf welche ich eine ängſtliche Sorgfalt verwandte, ſchien es mir, als zöge ein Zweifel über das Geſicht des Handwerksmannes; doch ich war, oder ſchien vielmehr ſo heiter, daß, wenn er einen Verdacht hatte, dieſer Verdacht auf der Stelle wieder ver ſchwand.

Als die Piſtole geladen war, bemerkte ich, doß ich Hunger hatte. Ich ging die Rue Richelieu hinau erreichte das Boulevard, trat in das Café Riche 6

und frühſtückte. Ich war mit vierzig Franken eing⸗