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„Am Tage vorher, als hätte er das Unglück, das ihn bedrohte, vermuthet, theilte mir mein Vater, ob⸗ ſchon ich mich ſträubte, ihn anzuhören, mit, was er thun wollte, oder vielmehr, was er gethan hatte.“
„Ich kenne dieſe Teſtamentsgeſchichte.“ 2
„Sie kennen ſie?“
„Ja, wenigſtens ſo, wie Sie dieſelbe erzählt haben. Der Marquis hatte ein eigenhändig ge⸗ ſchriebenes Teſtament gemacht, das er Herrn Barat⸗ teau übergeben ſollte; doch ehe er es ihm übergeben hatte, oder nachdem er es ihm übergeben,— dieſer Punkt, ſo wichtig er iſt, wurd nie aufgeklärt,— fiel der Graf vom Schlage gerührt. Iſt es ſo?“
„Ja, mein Vetter, abgeſehen indeſſen von einem Detail.“
„Ein Detail! und welches?“
„Daß zur größeren Vorſicht der Marquis nicht ein Teſtament, ſondern zwei gemacht hatte.“
„Ah! ah! zwei Teſtamente?“
„Duplicate, ja mein Vetter; beide ganz gleich.“
„Ja, in denen er Ihnen ſeinen Namen und ſein Vermögen vermachte?“
„Ganz richtig!“
„Welch ein Unglück, daß ſich von dieſen beiden Teſtamenten nicht eines wiedergefunden hat!“
„Ja, das iſt ein Mißgeſchick.“
„Der Marguis vergaß alſo, Ihnen zu ſagen, wo
ſie waren?“ „Das eine war beſtimmt, dem Notar übergeben zu werden, das andere ſollte mir übergeben werden.“ „Und mittlerweile...2
„Und mittlerweile hatte ſie der Marquis in die Dumas, Salvator. III. 2


