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„Ja, doch weder Oreſtes, noch der Herzog von Normandie hatten ihre Beerdigung diejenigen be⸗ zahlen laſſen, an denen ſie Rache nehmen, oder von denen ſie ein Erbe reclamiren wollten,“ erwiederte Herr von Valgeneuſe, das Geſpräch in demſelben Tone fortführend.
„Ah! mein Gott, mein lieber Vetter, wollen Sie mir etwa die fünfhundert Franken vorwerfen, die Sie meine Beerdigung gekoſtet hat? Bedenken Sie doch, daß nie Geld beſſer angelegt war: das bringt Ihnen ſeit ſechs Jahren, ein Jahr ins andere, ein Einkommen von zweimalhunderttauſend Franken! Seien Sie unbeſorgt, ich werde es Ihnen zurückgeben, wenn wir unſere Rechnungen ordnen.“
„Unſere Rechnungen?“ rief verächtlich Lorédan; „wir haben alſo Rechnungen zu ordnen?“
„Bei Gott!“
„Sind es nicht die der Erbſchaft des ſeligen Mar⸗ quis von Valgeneuſe, meines Oheims?“
„Mein lieber Herr Lorédan, Sie könnten wohl beifügen: und Ihres Vaters.“
„In der That, unter uns, das iſt ohne Folge!.. Ich füge alſo bei, wenn Ihnen das angenehm iſt: und Ihres Vaters.“
„Ja, es iſt mir äußerſt angenehm,“ ſprach Salvator.
„Wäre es nun, Herr Conrad. oder Herr Salvator, wie Sie wollen, denn Sie haben mehrere Namen, wäre es allzu unbeſcheiden, Sie zu fragen, wie es zugeht, daß ſie kommen, während Sie alle Welt für todt hält?“
„Ohl! mein Gott, nein! ich wollte mich ſogar an⸗


