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„Sind das ächte Banquebillets?“ fragte der Zimmermann.„Lies Du, der Du leſen kannſt.“
„Ich glaube wohl, daß es ächte Banquebillets ſind, und zwar tüchtige Banquebillets,“ antwortete Touſſaint.„Ich habe nie ſolche an der Thüre der Wechsler geſehen. Sie ſind von fünftauſend jedes.“
„Zwanzigmal fünf oder fünfmal zwanzig macht!... Ah! es läßt ſich nichts dagegen ſagen, die Rechnung iſt richtig.“
„Wir laſſen ihn alſo leben,“ ſagte Touſſaint, „und ſtecken die hunderttauſend Franken ein?“
„Nein, ganz im Gegentheile,“ erwiederte Jean Taureau,„wir geben ihm die hunderttauſend Fran⸗ ken zurück, und ertränken ihn.“
„Ah! wir ertränken ihn?“ ſagte Touſſaint.
„Ja,“ antwortete Jean.
„Und Du biſt ſicher, daß uns kein Unglück wi⸗ derfahren wird?“ fragte leiſe der Kohlenbrenner.
„Das iſt unſer Schutz,“ ſprach Jean Barthélemy, indem er das Portefeuille wieder in die Taſche des Grafen ſteckte und den Rock darüber zuknöpfte;„wer würde zwei arme Teufel wie uns beargwohnen, wir haben einen Menſchen ertränkt, und ihm hundert⸗ tauſend Franken in ſeiner Taſche gelaſſen?“
„Ah,“ ſagte Touſſaint mit einem Seußer,„Fich ſehe wohl Eines.“
„Was?“
„Arm ſind wir gekommen, mein Freund, arm werden wir ſterben.“
„Amen!“ ſprach Jean Taureau, während er den Grafen auf ſeine Schulter lud.„Oeffne die Thüre, Touſſaint.“


