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„Worauf warten Sie?“ fragte der Graf, wäh⸗ rend er ſeine von Schweiß rieſelnde Stirne abwiſchte.
„Ei! wir warten auf Nachrichten von Herrn von Volgeneuſe, und die Leute, welche leſen können, wer⸗ den folgende in den öffentlichen Blättern leſen:
„„Es iſt in der Seine der Leichnam eines jun⸗ gen Mannes aufgefunden worden, der ſeit ein paar Tagen ertrunken zu ſein ſchien. Trotz der häufigen Beiſpiele von ſolchen Unfällen wollte der Unglück⸗ liche, wie es ſcheint, das Wurfgarn in einem Ueberrocke auswerfen, ſtatt der Vorſicht gemäß eine Blouſe anzuziehen: das Garn war an die Knöpfe ſeines Kleides angehackt, und hat ihn im Fluſſe fort⸗ geriſſen; vergebens hat er ſich angeſtrengt, um ſich loszumachen.
„„Seine Uhr, die man in ſeinem Hoſentäſchchen gefunden, ſein in ſeinem Sacke zurückgebliebenes Geld, ſeine noch an ſeinen Fingern feſt haltenden Ringe, ſchließen jede Idee eines Mordes aus.
„„Die Leiche iſt in der Morgue niedergelegt worden.““
„Iſt das wohl geordnet, wie? und glauben Sie, man werde Jean Taureau und Touſſaint⸗Louverture, die ihn weder von Adam, noch von Eva her kennen, bezüchtigen, Sie haben den Herrn Grafen Lorédan von Valgeneuſe ermordet?“
„Ah! Sacredi!“ rief Touſſaint,„wie viel Geiſt haſt Du, Jean Taureau! ich hätte das nie von Dir geglaubt!“
„Du biſt alſo bereit?“ fragte Jean Taureau. „Bei Gott!“ antwortete der Kohlenbrenner. „Sehen Sie, Herr Graf, es fehlt nur noch Ihre


