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„Herrn von Bedmar?“ rief Lydie furchtbar er⸗ bleichend.
„Nun wohl,“ fuhr Herr von Marande fort,„hat man je erfahren, daß es für Sie oder Ihretwegen geſchehen iſt?“
„Sie haben Herrn von Bedmar getödtet?“ wie⸗ derholte Frau von Marande.
„Ja; wußten Sie denn das nicht?“
„Ah! mein Gott!“
„Ich geſtehe Ihnen indeſſen, daß ich einen Au⸗ genblick zögerte. Sie wiſſen oder Sie wiſſen nicht, daß ich Gründe hatte, Herrn von Bedmar zu ver⸗ achten; bei einem Umſtande hatte ich die Ueberzeu⸗ gung erlangt, ſein Benehmen ſei nicht das eines redlichen Mannes geweſen. Man ſchrieb mir,— einer meiner Correſpondenten aus Italien,— am 20. November 1824 werde Herr von Bedmar in Livorno ſein. Ich erinnerte mich, daß ich ein wich⸗ tiges Geſchäft in Livorno hatte; ich traf am 19. November dort ein; Herr von Bedmar traf ebenfalls ein. Dann bekamen wir, ich weiß nicht, wie das zuging, im Hafen von Livorno, in dem Augenblicke, wo er hier landete, einen Streit wegen einer ganz geringfügigen Sache, wegen eines Commiſſionärs: der Streit erbitterte ſich; kurz ich fand mich beleidigt, und forderte von ihm Genugthuung wegen dieſer Beleidigung, wobei ich ihm, wie das meine Gewohn⸗ heit iſt, die Wahl der Waffen ließ: er hatte Unrecht, die Piſtole zu wählen, eine ungeſchlachte Waffe, welche zerreißt, zerſchmettert, tödtet. Auf der Stelle gaben wir uns Rendez⸗vous in den Cascine von Piſa. Auf dem Kampſplatze angekommen, ſtellten uns unſere


