Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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end Ihnen tauſend Freunde erobert, und mir tauſend be⸗ Neider ſchafft; dieſe wunderbare Anmuth, welche um

Sie, wie Bienen um einen Roſenſtrauch, die Blüthe nte der Elegants ſummen macht; dieſe Gewalt, die Sie

über Alles üben, was Sie umgibt, und die unwider⸗ ten ſtehlich Alles anzieht, was in Ihre Sphäre kommt; Na⸗ dieſe zauberiſche Schönheit endlich erſchreckt mich und ich macht mich zittern, wie mich würde der Anblick eines

Abſturzes zittern machen, über dem ich in Ihrer theuren Geſellſchaft ſpazieren ginge... Verſtehen

der Sie mich, Madame?

SieIch verſichere Sie, nein, mein Herr, antwor⸗ ine tete Lydie.

ller Und mit einem reizenden Lächeln fügte ſie bei: yg⸗Was Ihnen, beiläufig bemerkt, beweiſt, daß ich er nicht ſo viel Geiſt habe, als Sie manchmal zu ſagen nen mir die Ehre erweiſen.

en,Es iſt mit dem Geiſte wie mit der Sonne, die WMadame: er hat ſeine Stunden der Zurückgezogen⸗ en, heit und der Sammlung. Ich will alſo zugleich wie

nes zu Ihrem Geiſte, ſo zu Ihren Augen zu ſprechen ſich ſuchen. Erinnern Sie ſich, daß Sie eines Tags, auf ern unſerer Reiſe nach Savoyen, als wir von Entremont kommend, von der Höhe des Berges herab die Rhone erblickten, welche in der Sonne ſchimmerte wie

iſt ein Fluß von Silber, im Schatten wie ein Fluß von wir Azur, erinnern Sie ſich, daß Sie plötzlich meinen er. Arm verließen, auf das Plateau liefen und dann die ganz erſchrocken ſtehen blieben, da Sie, durch die einen

ſchwachen Teppich bildenden Blumen und Kräuter, einen vor Ihren Schritten geöffneten Abgrund er⸗