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verſchönert ſo ſehr, als der Succeß: von reizend wie Sie waren, machten Sie Ihre Succeſſe anbe⸗ tungswürdig.“
„Nun kommen Sie wieder auf Ihre Complimente zurück.“
„Nun kommen wir wieder auf die Wahrheiten zurück: dahin muß man immer zurückkommen, Ma⸗ dame. Laſſen Sie mich Ihnen nun ſagen, und ich werde mit ein paar Worten geendigt haben.“
„Ich höre.“
„Nun wohl, Madame, indem ich Sie aus der Dunkelheit hervorzog, die Ihre Trauerkleider auf Sie warfen, that ich, was Pygmalion that, als er ſeine Galatea aus dem Marmorblocke zog, wo ſie vor Aller Augen verborgen war. Denken Sie ſich nun Pyg⸗ malion als unſern Zeitgenoſſen, denken Sie ſich, er führe ſeine Galatea in die Welt unter dem Namen Lydie; denken Sie, ſtatt Pygmalion zu lieben, liebe Galatea... nichts;— ſtellen Sie ſich die Herzensangſt des armen Pygmalion vor, die Leiden, ich ſage nicht einmal ſeiner Liebe, ſondern ſeines Stolzes, wenn er wird ſagen hören:„„Nicht für ſich hat der arme Bildhauer den Marmor belebt, ſondern für
„Mein Herr, die Vergleichung...“
„Ja, ich kenne das Sprüchwort:„„Vergleich iſt nicht Vernunft“);““ das iſt wahr. Kommen wir alſo auf die Wirklichkeit zurück, rein ohne Metapher. Nun wohl, Madame, dieſe erſtaunliche Schönheit, die
*) Comparaison n'est pas raison.


