Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Herr, um mit mir zu ſprechen, erwiederte Frau von Marande mit liebreichem Tone,es iſt immer eine koſthare Gelegenheit, um ſo koſtbarer, je ſeltener ſie iſt.

Herr von Marande verbeugte ſich, diesmal aber zum Zeichen des Dankes; dann trat er an eine Ber⸗ göre, rückte ſie hinzu, und lehnte den Arm des Meuble an das BVett von Frau von Marande an, ſo daß er ſich ihr gegenüber befand.

Die junge Frau ließ ihren Kopf wieder auf ihre Hand fallen und wartete.

Erlauben Sie mir, Madame, ſagte Herr von Marande,daß ich, ehe ich in die Sache ſelbſt ein⸗ gehe, oder, wenn Sie lieber wollen, um beſſer in dieſelbe einzugehen, Ihnen meine Complimente über Ihre außerordentliche Schönheit wiederhole, welche alle Tage zunimmt und heute Nacht wahrhaft den Cul⸗ minationspunkt der menſchlichen Schönheit erreicht zu haben ſchien.

In der That, mein Herr, ich weiß nicht, wie ich auf eine ſolche Höflichkeit antworten ſoll: ſie bereitet mir um ſo mehr Freude, als Sie mir gewöhnlich die Complimente mit einer gewiſſen Sparſamkeit zu⸗ meſſen. Geſtatten Sie, daß ich mich darüber beklage, ohne es Ihnen vorzuwerfen.

Klagen Sie wegen meines Geizes nur die auf die Arbeit eiferſüchtige Liebe an. Meine ganze Zeit iſt der Aufgabe gewidmet, die ich mir vorgeſetzt habe; würde es mir aber eines Tages erlaubt ſein, einen Theil meiner Stunden in der ſüßen Muße zuzubrin⸗ gen, die Sie mir in dieſem Augenblicke gewähren,