Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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wir dieſes Kapitel oder vielmehr das nächſte den Unterredungen der Frau von Marande und ihrem Gatten vorbehalten.

Dieſer Gatte wird ſogleich eintreten; er iſt es, den Lydie in einer ſo tiefen Zerſtreuung erwartet; er iſt es aber ſicherlich nicht, den ihr unbeſtimmter Blick in den Halbtinten des Zimmers und in dem Halbſchatten des Gewächshauſes ſucht.

Er hat ſie indeſſen auf eine ſehr zärtliche Art um dieſe Erlaubniß gebeten, die er ſogleich benützen wird, um die Erlaubniß, einen Augenblick in ihrem Zimmer mit ihr plaudern zu dürfen, ehe er ſich in ſeiner Wohnung einſchließen würde.

Wie! ſo viel Schönheit! ſo viel Jugend, ſo viel Friſche, Alles, was der Mann, zu ſeinem fünfund⸗ zwanzigſten Jahre, das heißt zum Culminations⸗ punkte ſeiner Jugend gelangt, Idealſtes träumen kann, und was er nie trifft; wie! ſo viel Glück, ſo viel Freude, ſo viel Trunkenheit, alle dieſe Schätze gehören einem einzigen Manne, und dieſer Mann iſt der allerdings friſche, blonde, roſenfarbige, zierliche, höfliche und geiſtreiche, aber trockene, kalte, egviſtiſche, ehrgeizige Banquier, den wir kennen! Alles dies gehört ihm wie ſein Hotel, wie ſeine Bilder, wie ſeine Kaſſe!

Welches myſteriöſe Abenteuer, welche ſociale Macht, welche tyranniſche, unerbittliche Autorität konnten mit einander dieſe zwei,— wenigſtens dem Anſcheine nach,— ſo unähnlichen Weſen, dieſe zwei Stimmen, welche ſo wenig gemacht, um mit ſich zu ſprechen, dieſe zwei Herzen, welche ſo ſchlecht ge⸗ macht, um ſich zu verſtehen, verbinden?

Wahrſcheinlich werden wir es ſpäter erfahren.