Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Und nun, da wir hinreichend dieſes unbekannte Eden der Rue d'Artvis beſchrieben haben, ſprechen wir von der Eva, die es bewohnte.

Ja, Eva iſt wohl der Name, den Lydie, ſo träu⸗ meriſch, mit dem Arme aufgeſtützt und die Medi⸗ tationen von Lamartine leſend, verdiente; Lydie bei jeder Strophe,— duftende Strophen!— ſchauend, wie ſich die Knoſpen der Pflanzen öffneten und ſo in der Natur den im Buche angefangenen Traum fortſetzend. Ja, es war eine wahre Eva, roſig, friſch und blond; Eva am andern Tage nach der Sünde, mit dem Blicke auf Allem, was ſie umgab, umherſchweifend; Eva zitternd, unruhig, zuckend, ängſtlich das Geheimniß dieſes Paradieſes ſuchend, wo man fühlte, daß ſie zu zwei geweſen, und wo ſie ganz betrübt war, daß ſie ſich wieder allein fand; rufend, durch die Schläge ihres Herzens, durch die Blitze ihrer Augen, durch das Schauern ihrer Lippen, entweder den Gott, der ſie zur Welt kommen ge⸗ macht, oder den Menſchen, der ſie ſterben gemacht hatte.

Gehüllt, wie ſie war, in Betttücher von feinem Batiſt, den Hals umgeben von einer Flaumpalatine, die Lippe feucht, das Auge in Feuer, die Wange in Blüthe— hätte ein Bildhauer von Athen oder Korinth kein anderes Modell, keinen vollendeteren Typus für eine Statue von Leda geträumt.

Sie hatte in der That von der vom Schwan um⸗ ſchlungenen Leda die verliebte Röthe und die wollüſtige Beſchauung. Sie ſd ſehend, würde der Autor der Ppyche, dieſer heidniſchen Cva, Canova ein Meiſter⸗ werk aus ihr gemacht haben, das ſeine Venus