Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Anordnung erſchien es wie ein herrlicher, ungeheurer Garten Indiens oder der Antillen, ſo durchſchlan⸗ gen einander die Tropenpflanzen, die es enthielt, als wollten ſie den Blicken, die ſich auf ſie hefteten, das Schauſpiel einer ganzen exotiſchen Flora geben.

Es war in der That ein ganzer Continent von zehn Quadratfuß, ein ganzes Taſchen⸗Aſien.

Der Baum, den man den König der Vegetabilien nennt, der Baum der Wiſſenſchaft des Guten und des Böſen, der im irdiſchen Paradieſe geborene Baum,— deſſen Urſprung unbeſtreitbar iſt, da das Blatt dazu gedient hat, die Blöße unſerer erſten Voreltern zu bedecken, und da er aus dieſem Grunde den Namen Adamsfeigenbaum erhalten hat, war reprä⸗ ſentirt durch ſeine fünf Hauptſpecies: den Paradies⸗ Bananenbaum, den Bananenbaum mit kurzen Früch⸗ ten, den chineſiſchen Bananenbaum mit roſenfarbiger Sparte, den Bananenbaum mit rother Sparte. Neben ihm wuchs die Heliconia, die ſich ihm durch die Länge und die Breite der Blätter nähert; ſodann die Ravelania von Madagascar, in Miniatur den berühmten Baum des Reiſenden vertretend, wo der durſtige Neger das friſche Waſſer findet, das ihm der ausgetrocknete Bach verweigert; die Strelitzia Regina, deren Blüthe der Kopf einer Schlange mit Griffel und Federkrone von Feuer zu ſein ſcheint; das Blumenrohr von Oſtindien, aus dem man in Delhi Gewebe ſo geſchmeidig als der feinſte Seidenſtoff fabricirt; der Coſtus, wegen ſeines Wohlgeruchs von den Alten bei allen religiöſen Feierlichkeiten an⸗ gewendet; der wohlriechende Baumſchmarotzer von der Isle de la Réunion; der Zingiber von China,