Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Man ſtelle ſich ein Zimmer vor,— oder vielmehr ein Taubenneſt, gerade groß genug, um zu ſchlafen, gerade hoch genug, um zu athmen. Es war am Plafond und an der Wand mit nacaratrothem Sammet tapezirt, der Reflexe von Granat, Karfunkel und Rubin an den Stellen hatte, die ihr Vorſprung ins Licht ſetzte.

Das Bett nahm faſt die ganze Länge ein, und kaum hatte an jedem Ende des Bettes eine Etagère von Roſenholz beladen mit dem köſtlichſten Tande von Sachſen, Sovres und China Platz.

Dem Bette gegenüber war der Kamin, wie das übrige Zimmer ganz mit Sammet bekleidet; auf den beiden Seiten dieſes Kamins ſtanden zwei Cauſeuſes, welche mit den Federn vom Halſe eines Colibri überzogen zu ſein ſchienen, und über jeder von dieſen Cauſeuſes ein Spiegel, deſſen Rahmen ver⸗ goldete Maisblätter bildeten.

Setzen wir uns auf eine von dieſen Cauſeuſes und werfen wir einen Blick auf das Bett.

Das Bett war von nacaratrothem Sammet und ohne irgend eine Zierrath; ſeine reiche Nuance trat nur durch die Umrahmung hervor, unter der es erſchien; dieſe Umrahmung war ein Meiſterwerk von Einfachheit, und man wunderte ſich, daß es einen Tapezirer gab, der Dichter genug, oder einen Dichter, der Tapezirer genug, um zu einem ſolchen Reſultate zu gelangen. Es beſtand aus jenen großen Stücken vrientaliſchen Stoffes, welche die arabiſchen Frauen Haiks nen⸗ nen; dieſe Haiks waren von Seide mit abwechſelnd blauen und weißen Streifen; ihre Franſen waren von demſelben Gewebe.

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