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„Wo werden wir Sie dann finden?“
„Ei! an meinem gewöhnlichen Platze, in der Rue aux Fers, vor der Thüre meiner Schenke, an meinem Weichſteine; Sie vergeſſen immer, daß ich Commiſſionär bin, mein Lieber... Oh! die Dichter! die Dichter!“
Und er ging ab durch die Thüre der entgegen⸗ geſetzt, welche in den Speiſeſaal führte, ohne Zögern, wie ein Menſch, der mit allen Paſſagen des Hauſes vertraut iſt, und ließ ſeine drei Freunde in einem Erſtaunen zurück, das an die Betäubung gränzte.
XII. Das Taubenneſt.
Unſere Leſer erinnern ſich vielleicht, daß mit einem Ausdrucke reizender Galanterie Herr von Ma⸗ rande, ehe er in ſein Cabinet zurückkehrte, wo ihn die von Salvator mitgetheilten Neuigkeiten aus den Tuilerien erwarteten, ſeine Frau um Erlaubniß ge⸗ beten hatte, ihr nach dem Schluſſe des Balles einen Beſuch in ihrem Schlafzimmer machen zu dürfen.
Es iſt Morgens um ſechs Uhr; der Tag graut; die letzten Wagen haben aufgehört, auf dem Pflaſter des Hofes vom Hotel zu raſſeln; die letzten Lichter
erlöſchen in den Gemächern; die erſten Geräuſche
von Paris erwachen. Frau von Marande hat ſich ſeit einer Viertelſtunde in ihr Schlafzimmer zurück⸗ gezogen; es ſind fünf Minuten, daß Herr von Ma⸗ rande die letzten Worte mit einem Manne ausge⸗ tauſcht hat, deſſen militäriſche Haltung ſich unter ſeinem bürgerlichen Kleide verräth.


