Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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ſtät fragen, was Ihr Belieben in Rückſicht deſſen ſei, was vorgeht.

Meine Herren, übertreiben Sie ſich nicht die Gefahr, ich glaube nicht, daß ich eine Gefahr mitten unter meinem Volke laufe, und ich bin feſt überzeugt, daß ich mich nur zu zeigen brauchte, um alle dieſe verſchiedenen Rufe in einen einzigen, in den:Es lebe der König! zu verwandeln.

Oh! Sire, ſagte hinter Karl X. eine Frauen⸗ ſtimme,ich hoffe, der König wird nicht ſo unklug ſein, ſich hinauszubegeben!

Ah! Sie da, Frau Dauphine!

Hat mir der König nicht erlaubt, zu ihm zu kommen?

Das iſt wahr... Nun wohl, meine Herren, was ſchlagen Sie mir vor in Betreff deſſen, was vorgeht, wie Sie ſo eben ſagten, Herr Finanzmi⸗ niſter?

Sire, Sie wiſſen, daß unter dem Geſchrei, wel⸗ ches man ausſtößt, das iſt:Nieder mit den Prie⸗ ſtern? ſagte die Herzogin von Angouléme.

Ah! wahrhaftig?... Ich hörte wohl rufen: Nieder mit den Jeſuiten!..

Nun, Sire? fragte die Dauphine.

Das iſt nicht ganz daſſelbe, meine liebe Toch⸗ ter... fragen Sie nur Monſeigneur den Erzbiſchof. Herr von Frayſſinous, ſprechen Sie offenherzig: glauben Sie, daß das Geſchrei:Nieder mit den Jeſuiten! an die Geiſtlichkeit gerichtet iſt?

Ich mache einen Unterſchied, Sire, antwor⸗ tete der Erzbiſchof, ein Mann von ſanftem Charakter und redlichem Geiſte.