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„Ich denke, nichts,“ antwortete Karl X.
„Die Miniſter ſollen den König im Conſeilſaale erwarten.“
„Man hat mir während des Diners ihre An⸗ weſenheit im Schloſſe gemeldet.“
„Sollte Lärm in Paris ſein?“
„Ich glaube nicht.“
„Wird der König meiner Unruhe vergeben, wenn ich mich bei ihm erkundige, auf welchem Punkte die Dinge ſtehen?“
„Schicken Sie mir den Dauphin.“
„Der König entſchuldige meine Beharrlichkeit, ich würde lieber ſelbſt gehen...“
„Nun wohl, kommen Sie in einem Augenblicke.“
„Der König iſt äußerſt gnädig.“
Die Herzogin verneigte ſich, näherte ſich Herrn von Damas und zog ihn in eine Fenſtervertiefung.
Der Herr Herzog von Chartres und die Frau Herzogin von Berry plauderten mit einander mit der Sorgloſigkeit der Jugend: der Herr Herzog von Chartres war ſechzehn Jahre alt; die Frau Herzogin von Berry fünfundzwanzig. Der Herr Herzog von Bordeaux, ein fünfjähriges Kind, ſpielte zu den Füßen ſeiner Mutter.
An den Kamin angelehnt, ſcheinbar gleichgültig,
horchte der Herzog von Orleans auf das geringſte
Geräuſch und ſtrich von Zeit zu Zeit mit ſeinem Taſchentuche über die Stirne,— durch dieſe Be⸗ wegung allein die innere Aufregung, die ihn ver⸗ zehrte, verrathend.
Mittlerweile trat König Karl X. in den Conſeil⸗ ſaal ein.


