Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Der König war aufs Neue verletzt in ſeinem Stolze durch dieſe Rufe, die ihm eine Regel politi⸗ ſchen Verfahrens vorzuſchreiben ſchienen.

Er hielt zum zweiten Male an: er befand ſich einem Nationalgardiſten von hoher Geſtalt und von einer herculiſchen Stärke gegenüber; das war wohl der Typus, den Barye für den Löwen⸗Menſchen oder für das Löwen Volk gewählt hatte.

Dieſer Mann war unſer Freund Jean Taureau.

Er ſchwang ſein Gewehr, wie er es mit einem Strohhalme gethan hätte, und rief, er, der nicht leſen konnte:

„Es lebe die Preßfreiheit!“

Die Energie dieſer Stimme, die Kraft dieſer Ge⸗ berde ſetzten den alten König in Erſtaunen. Er ließ ſein Pferd zwei Schritte machen und ritt auf den Mann zu. Dieſer ſeinerſeits trat zwei Schritte aus den Reihen vor,— es gibt Organiſationen, welche die Gefahr anzieht, und immer ſein Gewehr ſchüt⸗ telnd, rief er:

„Es lebe die Charte! Nieder mit den Miniſtern! Nieder mit den Jeſuiten!“

Wie alle Bourbonen, ſogar Ludwig XVI., hatte Karl X. zuweilen eine große Würde.

Er winkte, daß er ſeinerſeits etwas zu antworten habe: dieſe zwanzigtauſend Mann ſchwiegen wie durch Zauber.

„Meine Herren,“ ſagte er,„ich bin hierher ge⸗ kommen, um Huldigungen, und nicht um Lectionen zu empfangen.“

Sodann ſich gegen den Marſchall Hudinot um⸗ wendend: