en l8
t, al
ch
en r⸗
t⸗
ie
n n
n,
e 8
193
Entzücken eines großen Herzens bei Anhörung der
göttlichen Muſik des großen Meiſters auszudrücken.“ Petrus ſchaute Camille mit einer verächtlichen
Kälte an und verbeugte ſich, ohne zu antworten.
Camille fuhr fort:
„Ich weiß nicht genau, wie weit die Begeiſterung der Franzoſen für die Muſik des göttlichen Roſſini geht; doch in unſern Colonien macht ſie Furore: das iſt Lei⸗ denſchaft, Wuth, Fanatismus! Ich hatte einen Freund, einen Liebhaber der deutſchen Muſik, der im Duell getödtet wurde, weil er behauptet hatte, Mozart ſtehe höher als Roſſini, und er ziehe Figaros Hoch⸗ zeit dem Barbier von Sevilla vor. Ich, was mich betrifft, ich geſtehe, daß ich ein Anhänger von Roſſini bin, und daß ich ihn hundert Fuß über Mo⸗ zart ſtelle. Das iſt meine Meinung, und ich würde ſie im Nothfalle bis zum Tode behaupten.“
„Ich glaube, das war nicht die Meinung Ihres Freundes Colombau, mein Herr,“ erwiederte Petrus, indem er kalt den Creolen grüßte.
„Ah! bei Gott! da ſich hier alle Welt das Wort gegeben hat, mit mir von Colombau zu ſprechen, und da Sie es machen wie alle Welt, ſo werden Sie mir ſagen, ob er ſich wegen des Sieges von Roſſini über Mozart mit Kohlendampf erſtickt hat.“
„Nein, mein Herr,“ antwortete Petrus mit äußerſter Höflichkeit:„er hat ſich erſtickt, weil er Carmelite liebte, und eher ſterben, als ſeinen Freund verrathen wollte.“
Camille ſtieß einen Schrei aus und drückte ſeine beiden Hände an ſeine Stirne, als ob eine Blendung vor ſeinen Augen vorüberzöge.
Dumas, Salvatvr. I. 13


