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war Carmelite, wie geſagt, mit ſtarrem Auge ſtehen geblieben; nur war ihr Teint von der Bläſſe zur Leichenfarbe übergegangen.
Dieſes ſtarre, unbewegliche Auge, ohne Ausdruck, ohne ſcheinbares Leben, ſchien nichts mehr anzublicken; es war, als ſchlüge das Herz nicht mehr, ſo ſchien der Körper plötzlich verſteinert zu ſein. Die junge Frau war ſo erſchrecklich anzuſchauen,— um ſo er⸗ ſchrecklicher, als, abgeſehen von dieſer Leichenfarbe, ihr Marmorgeſicht keine Spur von Erregung an ſich trug.
„Madame,“ ſagte Herr von Marande, indem er ſich ſeiner Frau näherte,„das ſind die zwei Perſo⸗ nen, von denen ich mit Ihnen zu ſprechen die Ehre gehabt habe.“
„Ich bitte Sie inſtändig, mein Herr, beſchäftigen Sie ſich mit ihnen,“ erwiederte Frau von Marande; „ich, ich gehöre ganz Carmelite... Sehen Sie, in welchem Zuſtande ſie iſt.“
Dieſe Leichenbläſſe, dieſer ausdrucksloſe Blick, dieſe bildſäulenartige Unbeweglichkeit fielen Herrn von Marande wirklich auf.
„Oh! mein Gott! mein Fräulein,“ fragte er mit dem Tone der lebhafteſten Theilnahme,„was iſt Ihnen denn begegnet?“
„Nichts, mein Herr,“ erwiederte Carmelite, den Kopf mit jener Bewegung erhebend, welche ein mäch⸗ tiges Herz macht, um dem Unglück ins Geſicht zu ſchauen;—„nichts!“
„Singe nicht... ſinge heute Abend nicht!“ flüſterte Regina Carmelite zu.
„Und warum ſollte ich nicht ſingen?“
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