uiſe
icht ann ern zen, ihm hen hte, Ro⸗ lem ner et echt hm, um as, uen ers als rä⸗ Da icht Zu⸗
ein rä⸗ on⸗ der ein au⸗
169
keln eher einen galanten Herumſtreicher, als einen in der Faſtenzeit Enthaltſamkeit predigenden ſtren⸗ gen Prälaten; man hätte glauben ſollen, nachdem er, wie Cpimenides, ein halbes Jahrhundert im Boudoir von Frau von Pompadour oder Madame Dubarry geſchlafen, ſei Monſeigneur Coletti plötzlich aufge⸗ wacht und habe angefangen in der Welt herumzu⸗ laufen, ohne ſich nach den in den Sitten oder in den Gebräuchen vorgegangenen Veränderungen zu erkundigen, oder auch ganz friſch vom päpſtlichen Hofe angekommen, habe er ſich mitten unter eine franzöſiſche Reunion mit ſeinem Coſtume eines ultra⸗ montanen Abbé verirrt.
Es war beim erſten Anblicke ein hübſcher Prälat in der vollen Bedeutung des Wortes, roſenfarbig, friſch, dem Anſcheine nach kaum ſechsunddreißig Jahre alt; bei näherer Anſchauung bemerkte man aber bald, daß Monſeigneur Coletti für ſein Geſicht die Schwäche hatte, die für das ihrige die Frauen von fünfund⸗ vierzig haben, welchen daran liegt, nur dreißig zu
ſcheinen: Monſeigneur legte Weiß auf, Monſeigneur legte Roth auf.
Glückte es einem, dieſe Farblinge zu durchdringen und bis zur Haut zu gelangen, ſo war man er⸗ ſchrocken, unter dieſem belebten Anſcheine etwas Ab⸗ geſtorbenes, Erloſchenes, das kalt machte, zu treffen.
Zwei Dinge lebten indeſſen in dieſem wie eine Wachsmaske unbeweglichen Geſichte: die Augen und der Mund;— die Augen klein, ſchwarz und tief, raſche, ſogar drohende Blitze ſchleudernd, alsdann ſich ſo⸗ gleich unter einem ſüßlichen, gottſeligen Augenlide verhüllend; der Mund klein, fein, mit der ſpöttiſchen,


