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„Verzeihen Sie,“ unterbrach eine Stimme mit der größten Sanftmuth und mit ausnehmender Höflich⸗ keit,„ich habe Frau von Marande ein Wort zu ſagen.“
Lorédan wandte ſich, die Stirne faltend, um; als er aber Herrn von Marande ſelbſt erkannte, der, ein Lächeln auf den Lippen, ſeiner Frau den Arm reichte, trat er raſch zurück.
„Sie haben mir etwas zu ſagen, mein Herr?“ fragte Frau von Marande, indem ſie liebevoll den Arm ihres Gatten drückte.„Reden Sie!“
Sodann ſich umwendend:
„Sie entſchuldigen, General.“
„Glücklich, wer ſolche Rechte hat,“ erwiederte der General Herbel.
„Was wollen Sie, General?“ ſagte lachend Frau von Marande;„das ſind die Herrenrechte.“
Und ſie zog ſich, auf den Arm ihres Gatten ge⸗ ſtützt, ſachte aus dem Kreiſe zurück.
„Ich bin nun zu Ihren Befehlen, mein Herr.“
„Wahrhaftig, ich weiß nicht, wie ich Ihnen das ſagen ſoll. Es iſt eine Sache, die ich völlig ver⸗ geſſen hatte, und der ich mich glücklicher Weiſe ſo eben erinnere.“
„Sprechen Sie.“
„Herr Thompſon, mein Correſpondent von den Vereinigten Staaten, hat mir einen jungen Mann und eine junge Frau von Louiſiana empfohlen, die einen Creditbrief auf mich haben. Ich habe Ihnen eine Einladungskarte für Ihre Soirée zugeſchickt, und nun ſind mir ihre Namen entfallen.“
„Nun?“
„Ich verlaſſe mich auf Ihren Scharfſinn, daß


