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„Warum ſagten Sie dies nicht ſogleich, ſchöne Dame? Geben Sie mir raſch eine Scheere, und ich bringe Ihnen das Opfer, ohne Furcht, ohne Be⸗ dauern, und ſogar ohne Vorwurf... unter der ein⸗ zigen Bedingung jedoch, daß Sie nach meinen Ohren nicht auch meine Augen verlangen.
„Ah! General,“ erwiederte Frau von Marande, „beruhigen Sie ſich! es iſt nicht davon die Rede, ſie von dem Stamme zu trennen, wo ſie mir trefflich an⸗ gebracht ſcheinen; es handelt ſich nur darum, ſie nach der Seite, die ich Ihnen bezeichnen werde, eine Stunde lang mit ununterbrochener Aufmerkſamkeit zu ſpannen; mit anderen Worten, ich werde die Ehre haben, Ihnen eine von meinen Penſionsfreundinnen, — von den beſten,— vorzuſtellen,— ein Mädchen, das Regina und ich unſere Schweſter nennen. Da⸗ mit ſage ich Ihnen, daß ſie Ihre ganze Achtung ver⸗ dient, wie ſie unſerer ganzen Freundſchaft würdig iſt. Dieſes Mädchen iſt Waiſe.“
„Waiſe,“ wiederholte Jean Robert.„Sagten Sie nicht ſo eben, Madame, Sie und die Gräfin Rappt ſeien ihre Schweſtern?“
Frau von Marande dankte Jean Robert und fuhr dann fort:
„Waiſe von Vater und Mutter... Ihr Vater, ein braver Kapitän der Garde, Officier der Ehren⸗ legion, wurde 1814 bei Champaubert getödtet.— Darunt erhielt ſie ihre Erziehung mit uns in Saint⸗ Denis.— Ihre Mutter ſtarb vor zwei Jahren in ihren Armen; ſie iſt arm..
„Sie iſt arm!“ wiederholte der Se„Sag⸗
n Salvator. I.


