Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Alsdann, ſich an Frau von Marande wendend:

„Madame, Sie ſagten, Sie haben etwas von mir zu verlangen: ich warte.“

„General,“ ſprach Frau von Marande, indem ſie den Greis mit ihren freundlichſten Augen an⸗ ſchaute,„Sie haben die Unvorſichtigkeit begangen, mehrere Male zu ſagen, für meinen perſönlichen Dienſt gehören Ihre Arme, Ihr Herz, Ihr Kopf, kurz Alles, wobei Sie die freie Verfügung und den freien Gebrauch haben, mir. Nicht wahr, Sie haben mir das geſagt?“

„Das iſt die Wahrheit, Madame,“ antwortete der Graf mit der Galanterie, die man im Jahre 1827 ſchon nur noch bei den Greiſen traf.„Ich ſagte Ihnen, da ich nicht das Glück gehabt habe, für Sie zu leben, ſo würde es mir eine große Freude machen, für Sie zu ſterben!“

„Und Sie haben immer noch dieſe lobenswerthe Geſinnung, General?“

„Mehr als je!“

„Nun wohl, jetzt bietet ſich eine Gelegenheit, es mir zu beweiſen, das ſchwöre ich Ihnen.“

„Madame, hätte Ihre Gelegenheit nur ein Haar, ich verſpreche Ihnen, ſie daran zu faſſen.“

„Hören Sie mich alſo, General.“

„Ich bin ganz Ohr.“

„Gerade von dieſem Theile Ihrer Perſon ver⸗ lange ich von Ihnen die momentane Entäußerung zu meinen Gunſten.“

„Was wollen Sie damit ſagen?“

„Ich brauche Ihre Ohren für den ganzen Abend, General.“

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