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„Geben Sie Ihre Befehle, Madame, Ihr un⸗ würdiger Diener erwartet ſie auf den Knieen.“
„Nein, ich bin Weib und halsſtarrig. Ich will vor Allem wiſſen, was Sie ſorgenvoll macht, mein lieber General.“
„Sie haben dieſen Burſchen, der es Ihnen ſagen wird! Ah! Madame, in ſeinem Alter hätte ich mich tödten laſſen, um eine ſolche Hand zu küſſen! Oh! daß das Paradies nicht wieder zu verlieren iſt, und daß ich nicht Adam bin!“
„Ah! General,“ ſagte Frau von Marande,„man
kann nicht zugleich Adam und die Schlange ſein.—
Nun, Herr Petrus, erzählen Sie uns, was Ihrem Oheim begegnet iſt.“
„Madame, vernehmen Sie, wie ſich die Sache verhält. Mein Oheim, der die Gewohnheit hat, ſich durch die Meditation auf alle wichtige Acte ſeines Lebens vorzubereiten, pflegt zu dieſem Ende eine Stunde vor ſeinem Mittageſſen allein zu bleiben, und ich glaube...“
„Sie glauben?“
„Ich glaube, daß er heute in ſeiner theuren Ein⸗ ſamkeit geſtört worden iſt.“
„Das iſt es nicht,“ ſagte der General,„Du haſt die Zunge nur ſiebenmal gedreht: drehe ſie vier⸗ zehnmal.“
„Mein Oheim,“ fuhr Petrus fort, ohne ſich da⸗ rum zu bekümmern, daß ihn der alte General Lügen
ſtrafte,„mein Oheim hat heute zwiſchen fünf und
ſechs Uhr einen Beſuch von der Frau Marquiſe Yolande Pontaltais de la Tournelle erhalten.“ Regina, welche nur auf eine Gelegenheit wartete,


