Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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ſchlechte Laune könnte auf meine Antwort Einfluß üben?“

„O tiefe Philoſophie!“ ſagte Frau von Marande, „wer hat Ihnen denn ſo die Geheimniſſe des menſch⸗ lichen Herzens geoffenbart?“

„Geben Sie mir Ihre ſchöne Hand, Madame.“

Lydie reichte dem alten General die Hand, nach⸗ dem ſie die Artigkeit gehabt hatte, ihren Handſchuh auszuziehen.

„Welch ein Wunder!“ ſprach der General;„ich glaubte, es gebe keine ſolche Hände mehr.“

Er zog ſie an ſeine Lippen; ſodann inne haltend, ſagte er:

„Oh! bei meiner Treue, es iſt eine Ruchloſigkeit, wenn ſechsundſechzigjährige Lippen einen ſolchen Marmor berühren!“

„Wie!“ verſetzte Frau von Marande, ſich zierend, „Sie weigern ſich, meine Hand zu küſſen, General?“

„Dieſe Hand, gehört ſie mir für eine Minute als volles Eigenthum?“

„Als volles Eigenthum, General.“

Der General wandte ſich gegen Petrus um und ſagte:

„Nähere Dich, Junge, und küſſe mir dieſe Hand.“

Petrus gehorchte.

„Gut! und nun nimm Dich in Acht, denn nach einem ſolchen Geſchenke glaube ich, daß es mir frei⸗ ſteht, Dich zu enterben.“

Dann ſprach der alte Graf zu Frau von Ma⸗ rande:

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