Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

152

einen Strauß von parmeſaniſchen Veilchen entblätterte, ſicher, es werden, wenn ſie aufgeſtanden ſei und den Platz geändert habe, die von ihr enthaupteten Veil⸗ chen nicht verloren ſein.

Die fünfte Perſon iſt ganz einfach ein Tänzer. Er gehört zu der von den Gebieterinnen des Hauſes ſehr geſchätzten Race, mit denen ſich aber die Poeſie, der Roman und die Malerei nur zu beſchäftigen haben, wie ſich ein Inſcenirer mit einem Comparſen beſchäftigt.

Wir ſagten, Lorédan habe mit Frau von Ma⸗

rande geplaudert; auf den Marmor des Kamins ge⸗ ſtützt, habe ſie Jean Robert angeſchaut; Petrus habe mit Regina geſprochen, lächelnd bei jedem Veilchen, das den ſchönen Händen ſeiner Gottheit entfiel; der General Herbel habe mühſam auf einem Sopha ver⸗ daut; der Tänzer endlich habe ſeine Contretänze ein⸗ geſchrieben, um chronologiſch auf ſeine Tänzerin zu⸗ zuſtürzen, ſo oft das Orcheſter, das ſich erſt um Mit⸗ ternacht ſollte hören laſſen, in die duftende Atmos⸗ phäre der Salons ſeine Noten der Aufforderung zu einer neuen Quadrille werfen würde.

Um genau zu ſein, müſſen wir ſagen, daß das Bild, das wir zu malen verſucht haben, keine Be⸗ ſtändigkeit hatte. Von Minute zu Minute meldete man einen neuen Namen; die durch den Namen be⸗ zeichnete Perſon trat ein: war es eine Frau, ſo ging ihr Madame de Marande entgegen, und je nach dem Grade der Vertraulichkeit, in dem ſie mit dieſer Frau

ſtand, küßte ſie dieſelbe oder beſchränkte ſie ſich da⸗

rauf, daß ſie ihr die Hand drückte; war n

ſo nickte ſie mit dem Kopfe, begleitete dieſe

Nicken