Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Schönheit, ſeine wahre Phyſiognomie, ſeinen vrigi⸗ nalen und, wir möchten beinahe ſagen, ſeinen origi⸗ nellen Charakter verlieh, das war dieſes ſchauernde Leben, das mit dem Blute unter der Haut zu laufen ſchien; das war dieſer lebendige Teint; das waren dieſe ſo leicht mit Perlmutter nuancirten, ſo coquett mit Roſa gefärbten Wangen, daß ſie zugleich die Durchſichtigkeit hatten, an der man die Frau des Südens erräth, und die Friſche, an der man die Frau des Nordens erkennt.

So, unter einem blühenden Apfelbaume, beklei⸗ det mit der reizenden Tracht der Frauen aus der Gegend von Caux, wäre ſie von einer Tochter der Normandie als Landsmännin reclamirt worden; und ſich in einer Hängematte ſchaukelnd, im Schatten eines Bananenbaumes, würde ſie für eine Schweſter von einer Creolin von Guadelupe oder Martinique gehalten worden ſein.

Wir haben weiter oben zu verſtehen gegeben, der ganze Körper, der dieſen reizenden Kopf getragen, ſei mit einer gewiſſen Fülle ausgeſtattet geweſen; doch dieſe Fülle, die bei der Frau von Albano an⸗ hielt, ohne die von Rubens zu erreichen, war, weit entfernt, unangenehm zu ſein, an und für ſich ver⸗ führeriſch; mehr als verführeriſch: wollüſtig.

In der That, ein üppiger Hals, der nie zum carcere duro*) des Corſetts verdammt geweſen zu ſein ſchien, prallte bei jedem Athemzuge, ſtolz und reich, durch eine Gazewoge auf, ähnlich jenen Hälſen

*) Zum harten Gefängniß.