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ſchon den von Regina von Lamothe⸗Houdon, Gräfin Rappt, erkannt hat, öffnete die Pforten ſeines Atelier Madame Lydie von Marande, welche, das erſte Mal von ihrem Gatten geführt,— der dem Maler in Perſon für ſeine Gefälligkeit danken wollte,— die anderen Male nur in Begleitung eines einzigen Be⸗ dienten kam..
Sodann, als das Gemälde vollendet war,— da man einſah, man bezahle nicht mit Banquebillets die Gefälligkeit eines Künſtlers wie Petrus, eines Edelmannes wie der Baron von Courtenay,— neigte ſich Frau von Marande an das Ohr des ſchönen Malers und ſagte zu ihm:
„Beſuchen Sie mich, wann Sie wollen: nur be⸗ nachrichtigen Sie mich am Tage vorher durch eine Zeile, damit Sie Regina bei mir finden.“
Und Petrus ergriff die Hand von Frau von Marande und küßte ſie mit einem Feuer, das die ſchöne Lydie ſagen machte:
„Ohl mein Herr, wie müſſen Sie diejenigen lie⸗ ben, welche Sie lieben!“
Am andern Tage erhielt Petrus, durch die Ver⸗ mittlung von Regina, eine ſehr einfache Nadel, die kaum den halben Werth ſeines Bildes hatte,— eine doppelte Zartheit, welche mit ſeinem ariſtokratiſchen Charakter Petrus beſſer als irgend ein Anderer zu ſchätzen im Stande war.
Folgen wir alſo Petrus: Sie ſehen, daß er alles Recht hat, uns in ſeinem Gefolge in das Haus des Banquier der Rue d'Artois einzuführen und uns
die Schwelle dieſer Salons überſchreiten zu laſſen, wo
uns ſo viele Illuſtrationen vorangegangen ſind.


