Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Sie haben es, rief Gérard;es iſt da.. geben Sie es mir zurück.

Und der Mönch fühlte aufs Neue an ſeinem Arme den Druck der eiſernen Hand, während der ausgeſtreckte Finger des Mörders beinahe das Ma⸗ nuſcript berührte.

Ja, es iſt da, ſprach der Abbé Dominique; doch wo es iſt, da wird es, ich ſchwöre es bei meinem Prieſterworte, auch bleiben.

Sie würden alſo Ihren Eid brechen? Sie wür⸗ den alſo die Beichte offenbaren?

Ich habe Ihnen geſagt, ich nehme den Vertrag an, und ſo lange Sie leben, werde ich ſchweigen. Warum behalten Sie dann dieſes Papier?

Weil Gott gerecht iſt; weil es, durch Zufall oder durch Gerechtigkeit, ſein kann, daß Sie während des Proceſſes meines Vaters ſterben, weil ich end⸗ lich, iſt mein Vater verurtheilt, auf dem Schaffot zu ſterben, dieſes Papier gegen Gott erheben und ſprechen werde:Herr, der Du das höchſte Weſen und der gerechte Gott biſt, ſchlage den Schuldigen und rette den Unſchuldigen! Das, Elender, iſt mein Menſchen⸗ und Prieſterrecht, und ich werde von meinem Rechte Gebrauch machen.

Hierauf ſchob er Herrn Gérard, der ſich vor ihn geſtellt hatte, als wollte er ihm den Weg verſperren, heftig beiſeit, ging die Treppe hinauf, dem Mörder

durch eine gebieteriſche Geberde verbietend, ihm zu

folgen, trat in ſeine Wohnung ein, deren Thüre er ſchloß, fiel vor einem Crucifix auf die Kniee und ſprach:

Mein Gott und Herr, Du, der Du Alles ſiehſt,