Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Da ich lebe, fuhr Herr Gérard, die Stinme

dämpfend, fort,ſo iſt meine Beichte nichtig. Nichtig? wiederholte maſchinenmäßig der Mönch.

Ja, iſt es nicht den Prieſtern bei Strafe ewiger Verdammniß verboten, die Beichte zu offenbaren, ohne die Erlaubniß des Beichtenden erhalten zu haben?

Dieſe Erlaubniß haben Sie mir gegeben, rief der Mönch.

Wenn ich todt wäre, ja, allerdings; doch da ich lebe, nehme ich ſie zurück.

Unglücklicher! rief der Mönch,und mein Vater?

Er vertheidige ſich, er klage mich an, er be⸗ weiſe; doch Sie, Beichtvater, Stille!

Es iſt gut! ſagte Dominique, einſehend, daß er ſich nicht gegen ein Verhängniß ſträuben konnte, das ſich ihm unter der Form von einem der Grund⸗ dogmen der Kirche bot,es iſt gut, Elender! ich werde ſchweigen!

Und mit der Hand Gérard zurückſtoßend, machte er eine Bewegung, um wieder in ſeine Wohnung hinaufzugehen.

Doch Herr Gérard klammerte ſich an ihn an.

Was wollen Sie noch von mir? fragte der Mönch.

Was ich will? ſagte der Mörder.Ich will das Papier, das ich Ihnen in einem Augenblicke des Deliriums gegeben habe.

Dominique drückte ſeine beiden Hände an ſeine Bruſt.

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