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des⸗Prés gewählt, um hier mit Gott von ſeinem Vater zu reden.
Er betete lange, und es war über fünf Uhr Nachmittags, als er, die Hände in ſeinen weiten Aermeln verloren, den Kopf auf ſeine Bruſt geſenkt, daraus wegging.
Er wandelte langſam nach der Rue du Pot⸗de⸗ Fer, immer hoffend,— indeſſen mit einer ſehr ſchüchternen und unbeſtimmten Hoffnung,— aus dem Gefängniſſe abgegangen, werde ſein Vater ge⸗ kommen ſein, um nach ihm zu fragen.
Seine erſte Frage an die gute Frau, welche beim Abbé die Functionen einer Concierge und einer Löhnerin cumulirte, war auch, daß er ſich erkundigte, ob in ſeiner Abweſenheit Niemand nach ihm gefragt habe.
„Doch, mein Vater,“ antwortete die Concierge, ein Se
Dominique bebte.
„Sein Name?“ fragte er.
„Er hat ihn mir nicht geſagt.“
„Sie kennen ihn nicht?“
„Nein.. es iſt das erſte Mal, daß er kommt.“
„Sie ſind ſicher, daß es nicht der iſt, welcher mir geſtern einen Brief gebracht hat?“
„Ah! nein, dieſen hätte ich wohl erkannt: es gibt nicht zwei ſo finſtere Geſichter in Paris.“
„Armer Vater!“ murmelte Dominique.
„Nein,“ fuhr die Concierge fort,„die Perſon, welche zweimal gekommen iſt,— denn ſie iſt zwei⸗ mal gekommen: einmal um Mittag, und das andere Mal um vier Uhr;— die Perſon, welche zweimal
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