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folglich, was der Schmerz iſt, was die Reſignation iſt
„Mein Gott!“ rief der Mönch, ſeine weißen Hände faltend.
„Nun wohl, die Lage Ihres Freundes iſt ernſt, ſehr ernſt!“.
„Er hat Ihnen alſo Alles geſagt?“
„Er hat mir im Gegentheile nichts geſagt, und das iſt es, was mich erſchreckt. Er kennt Ihren Freund nicht von Geſichte; er hat geſtern zum erſten Male den Namen Dubreuil ausſprechen hören, und er weiß die Urſache ſeiner Verhaftung nicht... Mißtrauen Sie, ich wiederhole es Ihnen, die Sache iſt ernſt, ſehr ernſt!“
„Was iſt zu thun?“
„Gehen Sie nach Hauſe... Ich will meiner⸗ ſeits nachforſchen, forſchen Sie Ihrerſeits nach, und zählen Sie auf mich.“
„Freund,“ ſprach Dominique,„da Sie ſo gut i
„Was?“ fragte Salvator, den Mönch anſchauend. „Laſſen Sie mich Sie um Verzeihung bitten, daß ich Ihnen nicht Alles geſagt habe.“
„Iſt es noch Zeit? Sprechen Sie!“
„Nun denn, der Verhaftete heißt nicht Dubreuil, iſt nicht mein Freund.“
„Nicht?“
„Er heißt Sarranti und iſt mein Vater.“
„Ah!“ rief Salvator,„ich weiß nun Alles.“
Sodann den Mönch anſchauend.
„Treten Sie in die erſte die beſte Kirche ein,
die Sie treffen, und beten Sie!“
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