Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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meine Gutmüthigkeit fangen. An dem Tage, wo ein Diplomat nicht mehr lügt, wird er alle ſeine Collegen täuſchen, denn nie werden ſie glauben können, er ſpreche die Wahrheit.“

„Herr Jackal, machen Sie mich nicht glauben, Sie haben Befehl gegeben, einen Mann zu ver⸗ haften, ohne die Urſache zu wiſſen, aus der Sie ihn verhaften ließen.“

„Ei! hört man Sie, ſo ſollte man glauben, ich ſei König von Frankreich!“

„Nein, doch Sie ſind König von Jeruſalem.“

„Vicekönig, und!... Präfect allerhöchſtens! Sind nicht Herr von Corbiere und Herr Delavau da, die vor mir in meinem Reiche regieren?“

„Alſo,“ ſagte Salvator, den Pvolizeichef feſt an⸗ ſchauend,„Sie weigern ſich alſo, mir zu antworten?“

„Ich weigere mich nicht, Herr Salvator, nur iſt mir das buchſtäblich unmöglich. Was kann ich Ihnen ſagen?.. Man hat Herrn Dubreuil verhaftet?“

„Ja, Herrn Dubreuil.“

„Nun wohl, dafür iſt ein Grund vorhanden.“

„Dieſer Grund iſt es gerade, was ich zu wiſſen verlange.“

„Er wird die Ordnung geſtört haben.“

„Nein, denn ich habe ihn in dem Augenblicke, wo er verhaftet wurde, angeſchaut.“

„Nun, dann wird man ihn für einen Andern gehalten haben.“

„Das geſchieht alſo zuweilen?“

„Ei!“ erwiederte Herr Jackal, indem er ſich die Naſe mit Tabak vollſtopfte,„nur unſer Heiliger Vater iſt unfehlbar, und auch