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Dieſes Geſicht war ihm bekannt. Nur fragte es ſich, wo, um welche Zeit, unter welchen Umſtänden hatte er es geſehen? War dieſe Perſon reell, oder war es nur eine von den unbeſtimmten Erinnerun⸗ gen, die man von einem früheren Leben zu bewah⸗ ren ſcheint, welches ſich dem unſeren nur in dem Blitze eines Traumes offenbart? war er nicht die Incarnation der Hoffnung, dieſer Traum des wachen Menſchen?
Dominique, indem er klar in der Finſterniß ſei⸗ nes Gehirnes zu ſehen ſuchte, ſetzte ſich ganz nach⸗ denkend ans Fenſter, auf denſelben Stuhl, auf dem er am Abend vorher ſaß, um das Bild vom heili⸗ gen Hyacinth anzuſchauen, das heute abweſend. Da kehrte das Andenken an Carmelite und Colom⸗ bau in ſein Herz zurück, und dieſer zwei Freunde ſich erinnernd, erinnerte er ſich auch Salvators.
Salvator war der Engel ſeiner Nacht, es war der ſchöne junge Mann mit dem ſanften, ehrlichen Geſichte, der während ſeines Schlafes zu ſeinen Häupten ſtehend von ſeinem Bette das Geſpenſt der Verzweiflung vertrieben hatte.
Da zog die ſchmerzliche Scene, unter der Sal⸗ vator ihm erſchienen war, wieder ganz vor ſeinen Augen vorüber. Er ſah ſich noch, wie er im Pavillon von Colombau im Bas⸗Meudon ſaß und langſam die Todtengebete ſprach, während Thränen ſeinen zum Himmel emporgehobenen Augen entfielen.
Plötzlich waren zwei junge Leute mit entblößtem und geneigtem Haupte in's Sterbezimmer eingetreten; dieſe zwei jungen Leute waren Jean Robert und Salvator.


