Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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ſers, oder, vielmehr da der Kaiſer todt war, wegen der des Herzogs von Reichſtadt.

Zwei Stunden lang irrte der Sohn wie ein Schat⸗ ten um das Grab ſeines Vaters, und er ging von der Rue Dauphine nach der Place du Harlay, vom Quai des Lunettes nach der Place du Palais⸗de⸗ Juſtice, ohne Hoffnung, denjenigen wiederzuſehen, welchen er ſuchte, denn es wäre ein Wunder ge⸗ weſen, wäre er mit dem Wagen zuſammengetroffen, der ihn vom Depot nach einem andern Gefängniſſe führte; doch dieſes Wunder, Gott konnte es machen, und, gut, einfach und groß, hoffte Dominique inſtinct⸗ artig auf Gott.

Diesmal ſah er ſich in ſeiner Hoffnung getäuſcht. Um Mitternacht ging er wieder nach Hauſe, legte ſich zu Bette, ſchloß die Augen und entſchlummerte endlich erſchöpft vor Müdigkeit.

Doch kaum war er eingeſchlafen, als die pein⸗ lichſten Träume ihn beſtürmten. Der Alp ſchwebte,

wie eine Rieſenfledermaus, die ganze Nacht über ſei⸗

nem Kopfe, und als der Tag kam, erwachte er; ſtatt ſeine Kräfte wiederherzuſtellen, hatte der Schlaf ſeine Müdigkeit nur vermehrt.

Er ſtand auf und ſuchte wach die Eindrücke des Schlafes wiederzufinden; es ſchien ihm, als wäre mitten unter dieſem ſtürmiſchen Chaos ein Engel leuchtend und rein vorübergezogen.

Ein junger Mann war zu ihm gekommen mit ſanftem, ehrlichem Geſichte, hatte ihm die Hand ge⸗ reicht und in einer unbekannten Sprache, die er je⸗ doch verſtanden, zu ihm geſagt:„Stütze Dich auf mich, und ich werde Dir beiſtehen.“

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