V——
— N
———— Bo 8
S 8o
ei
en
bte en⸗ en Ri⸗
101
niſter, im Leben beſchimpft worden war, ſondern er beſtieg ſogar die Tribune und antwortete:
„Hätten ſich die Redner, die wir gehört, darauf beſchränkt, ihre peinlichen Gefühle auszudrücken, ſo würde ich ihren Schmerz geehrt und ein Stillſchwei⸗ gen beobachtet haben. Aber auch Klagen gegen die Adminiſtration!... Das Benehmen des Polizei⸗ präfecten und ſeiner Agenten iſt geweſen, was es ſein mußte, und ſie hätten anders handelnd, als ſie es gethan, ihre Pflicht verletzt und ſich meinem ge⸗ rechten Tadel preisgegeben.“
Die Kammer dankte dem Großreferendär für ſei⸗ nen Bericht und beſchloß, das Ende des gerichtlichen Verfahrens, das begonnen hatte, abzuwarten. Wohl⸗ verſtanden, das Verfahren hatte ein Ende, aber kein Reſultat.
Während die unabhängigen oder die Oppoſitions⸗ Journale am andern Tage in ihrer erſten Colonne die Entrüſtung, deren Dolmetſcher ſie nur waren, kundgaben, veröffentlichten die Regierungsjournale eine vffenbar vom Miniſterium oder von der Prä⸗ fectur gekommene Note; denn, obgleich in drei ver⸗ ſchiedenen Zeitungen gedruckt, glich ſie ſich doch dem Inhalte und der Form nach.
Es folgt hier ungefähr der Text dieſer Note, deren Zweck es wor, die Verantwortlichkeit der Sce⸗ nen vom vorhergehenden Tage auf die Rechnung der Bonapartiſten zurückzuwerfen.
„Die Hydra der Anarchie erhebt wieder ihr Haupt, das man für immer abgeſchlagen glaubte; die Revo⸗ lution, die man erloſchen glaubte, erſteht wieder aus der Aſche. Sie rückt hervor, ganz bewaffnet, im


