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ein Wunder alles Geſchrei, alle Geräuſche, alles Gebrülle dieſes menſchlichen Oceans gehemmt. Es trat ein Augenblick erſchrecklicher Stille ein;
man hätte glauben ſollen, das Leben ſei gleichzeitig
aus jeder Bruſt entſchwunden.
Dieſer Schrei war von den Fenſtern ausgegan⸗ gen, welche wie Logen über dem Theater angebracht waren, wo das ruchloſe Drama geſpielt wurde.
Dieſer Schrei, die Menge hatte ihn ausgeſtoßen, als ſie einen von den jungen Leuten, welche den Sarg trugen, vom Bajonnet eines Soldaten verwun⸗ det ſah; dieſes unheimliche Geräuſch, das man ge⸗ hört, war das dumpfe Geräuſch vom Sarge des Her⸗ zogs, der, im Kampfe von den Soldaten nach rechts gezogen, von den jungen Leuten nach links gezogen, ſchwer auf das Fflaſter niederfiel.
In demſelben Augenblicke, als hätte der Blitz mitten unter ſie geſchlagen, traten die Zuſchauer die⸗ ſer gräßlichen Scene, von einem unſäglichen Schrecken ergriffen zurück und ließen in dem ungeheuren leeren Raume, der ſich bei ihrem Rückzuge bildete, die jun⸗ gen Leute ganz beſtürzt allein.
Schlecht gedeutet von denjenigen, welche die Er⸗ ſchütterung fühlten, ohne ihre Urſache zu kennen, veranlaßte dieſe Bewegung die Lawine, die wir in alle anliegende Straßen und beſonders in die Rue Mondovi ſich haben wälzen ſehen.
Einer von den jungen Leuten lag auf dem Boden beim Sarge: er hatte einen Bajonnetſtich in die Seite bekommen. Seine Gefährten hoben ihn in ihren Armen auf und trugen ihn in ihren Reihen fort.
Dumas, Salvator. I. 7


